"Auf der Reitschul" - Die Dressurausbildung

Die Basis der Reiterlichen Ausbildung ist die Ausbildung "Auf der Reitschul". Dabei halten wir uns in der Ausbildung al die klassiche Dressur, wie sie auch im Exercierreglement vorgestellt wird. Die Dressurausbildung ist unbedingt nötig um die reiterlichen Fähigkeiten zu steigern und so auf die weiteren Aufgaben vorzubereiten. Diese sind in erster Linie das Exerzieren, das Waffenreiten sowie das Geländereiten. Für all diese Aufgaben sind entsprechende Dressuraufgaben unumgänglich. Als Umfang kann man im Wesentlichen die Lektionen der Campagne-Schule heranziehen. Seitengänge und Galoppwechsel werden wohl von einigen Mitgliedern geübt, sind aber nicht Inhalt der Vereinsausbildung.

 

 

Generell unterscheiden wir zwischen der Einzelausbildung und der Arbeit auf der Reitschule. Die Einzelausbildung ist vergleichbar mit einer üblichen Reitstunde, bei der die Inhalte im Einzelunterricht am Viereck oder auf der Longe vermittelt werden. Immer wieder aber üben wir auch die Arbeit auf der Reitschule entsprechend des Reglements. Hierbei sind zumeist 4 bis 6 Reiter gleichzeitig auf der Reitbahn, welche in der historischen Terminologie als "Reitschul" bezeichnet wird. Wie beim Exerzieren auch gibt es auch für die Arbeit auf der Reitschul eigene Kommandos, die Reitschulkommandos. Viele dieser Bezeichnungen sind bis heute unverändert, genauso wie die durchuzführenden Übungen. Neben den Reiterkorrekturen muss der Ausbilder somit auch darauf achten die Lektionen so zu kommandieren dass ein flüssiges Reiten möglich ist. Die Reiter wiederum müssen darauf achten sich gleichmäßig auf der Bahn zu verteilen, denn nur so kommt man sich nicht gegenseitig in die Quere.

Hierzu wurde von unserem Ausbildungsleiter Reiten ein kurzes Skriptum verfasst, dass dem einzelnen Reiter als Hilfe zur Vorbereitung dient.

Welche Unterschiede gibt es zur heutigen Dressurausbildung:
Bezüglich der Kommandos sind einige unterschiedlich. So heißt es bei uns etwa nur "Wechseln!" und es gibt die Kommandos "Halbe Reitschul!" (=E-B; B-E) und "Aus der Mitte!" (=A-C / C-A).

Anders auch, dass sich bei uns "die rechten Hände begegnen" wenn zwei Reiter aneinander vorbeireiten, und nicht wie heutzutage die Linken. Wir interpretieren dies folgendermaßen, dass wir links ja den Säbel tragen und sich die Säbelscheiden so verheddern könnten und auch, weil man im Gefecht versucht dem anderen Reiter die rechte Seite abgewinnen zu können, weil dies ja die Kampfhand ist. Die Pferde sind dann elso gewohnt an anderen Pferden links vorbeizugehen.