Traditionspflege der k.u.k. Kavallerie

Der Zugang zur kavalleristischen Traditionspflege ist in Österreich, wie in vielen anderen Ländern auch, sehr vielgestaltig. Es gibt Vereine mit dem Schwerpunkt einer möglichst historisch korrekten Ausrüstung, Reenectmentgruppen die sich vor allem mit der naopoleonischen Zeit beschäftigen, reitende Traditionsvereine und solche die nicht Reiten.

 

Wir als Verein haben es uns zum Ziel gesetzt zu versuchen, die Kavallerie als solches zu sehen und zu verstehen was sie war, nämlich eine militärische Waffengattung. Wir versuchen das Grundwissen zu erhalten, das für damalige Kavalleristen völlig selbstverständlich war. Es ist auch unsere Absicht, historisch möglichst korrekt adjustiert zu sein. Wichtiger jedoch ist die reiterliche Ausbildung und die Ausbildung der Pferde. Dies hat für uns absoluten Vorrang. Dass wir als Traditionsregiment die k.u.k. Kavallerie in entsprechend würdiger Weise repräsentieren wollen versteht sich hierbei von selbst. 

 

 

Als Traditionsregiment der k.u.k. Monarchie ist natürlich auch die Auseinandersetzung mit der Monarchie und der damaligen Zeit an sich Thema. Wir zählen uns nicht zu Jenen, die glauben in der "Guten alten Zeit" ihr Heil zu finden und unsere Vereinsarbeit ist grundsätzlich unpolitisch. Wir versuchen aber alte Traditionen zu erhalten, ohne diese überzubewerten. So werden im Vereinsalltag sehr wohl die alten Titel verwendet und Veranstaltungen werden nach historischem Protokoll abgewickelt.

Ein besonders viel diskutierter Punkt ist gerade in Österreich die Frage, ob Damen in Uniform einer würdevollen  k.u.k. Traditionspflege abträglich sind.

 

Unserer Meinung nach ist es dies nicht. In unserem Verein sind Damen völlig gleichberechtigt was die Möglichkeiten im Vereinsleben betreffen. Was zählt ist die (reiterliche) Leistung.

 

Wie nebenstehende Postkarte aus der Zeit des 1. Weltkrieges zeigt, waren Damen in Uniform (hier in der Uniform eines k.u.k. Ulanen-Oberleutnants) auch damals schon nicht denkunmöglich, wenn auch natürlich nicht die Regel. Uns liegen aber unser Regiment betreffend Berichte vor, dass auch eine Dame in Dragoneruniform reitend im 1.Weltkrieg im Streifkorps dokumentiert  ist.