Jagdreiten

Seit der Jahrundertwende entwickelte sich das Jagdreiten in seiner heutigen Form. Teilnehmer waren zu einem guten Teil Offiziere der Kavallerieregimenter und die Teilnahme an Jagdritten wurde von den Kommanden sehr unterstützt. Sind doch die Anforderungen eines Jagdrittes sehr vergleichbar mit den Anforderungen im Dienst. Die Zeit der kavalleristischen Massenattacke war vorbei. Was immer wichtiger wurde waren schnelle und sehr geländegängige Einheiten. Diese wurden als Patrouillen und Meldereiter sowie zur Aufklärung eingesetzt, aber auch als schnelle Eingreiftruppe, wie man heute dazu sagen würde.

Viele Berichte aus dem ersten Weltkrieg unseres Regimentes zeigen, wie wertvoll die Jagdreiterei, aber auch Galopprennen waren und so mancher Offizier verdankt sein Leben seinem hervorragenden Pferd und seiner reiterlichen Leistung. Mit der Abgabe der Pferde im weiteren Verlauf des Weltkrieges würde dies alles dann aber belanglos.

Als Tradition hat sich die Jagdreiterei bis heute erhalten und die Teilnahme an solchen Ritten ist ein Erlebnis. In unseren Breiten ist dies zudem die einzige Möglichkeit mit vielen Pferden (30 bis 80) im Pulk zu im Gelände zu galoppieren.